Handball – ist ein verletzungsträchtiger Sport

Starke Arme, raue BeineHandball

Das Handballfieber herrscht wieder in Deutschland – die neue Saison hat begonnen.

Das Aufeinandertreffen gilt jedoch nicht nur für die Teams, sondern allzu oft auch für die einzelnen Akteure auf der Platte: Der athletische, temporeiche Sport mit ausgeprägten Elementen im Laufen, Springen und Werfen genießt nicht zu Unrecht den Ruf einer gewissen Raubeinigkeit. Richtungswechsel bei Täuschmanövern, Kollisionen im und unkontrollierte Landungen nach dem Sprung, harte Griffe in den Wurfarm sorgen für ein zusätzliches Verletzungspotenzial. „Handball ist vom Verletzungsrisiko ungefähr mit Basketball und Volleyball vergleichbar, steht aber deutlich hinter Fußball und Reiten“, sagt der erfahrene Mannschaftsarzt Dr. Hans-Gerd Pieper (TUSEM Essen, HSG Nordhorn), der sich als Beirat in der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) engagiert. „Im Handballsport betreffen je nach Studie 79 bis 93 Prozent der Unfälle akute Verletzungen, 7 bis 21 Prozent sind Überlastungsschäden.“ Die Verletzungshäufigkeit im Handballsport liege bei 11,2 bis 14,3 pro 1.000 Spielstunden und bei 0,6 bis 2,6 pro 1.000 Trainingsstunden.